DrBajan . Sovietabilly

Dr. Bajan · Sovietabilly

Dr. Bajan, Russland/ Sankt Petersburg – Sovietabilly – aus den Einflüssen von Klezmer, Jazz, Chanson und Volksmusik plus Rock´n Roll entstand Sovietabilly (Balkan meets Charlie Parker, Manu Chao trifft auf Gorki)

Woher soll ein einfacher Sterblicher wissen, dass man ein Bajan auch ganz anders spielen kann als die Donkosaken?

Urban-speed-folk? worldmusic-art-rock? Wenn man einmal diese orgiastische Trance erlebt hat, weiß man, dass sämtliche Versuche, einen treffenden Begriff zu finden, einfach zu kurz greifen. Der Stil, Sovietabilly, ist eine eigenwillige Mischung der russischen und europäischen Musiksprache, geprägt durch das alles überragende Lead-Akkordeon (Bajan).

Dr. Bajan (ehemals auch Dr. Bajan & Brain Drain) spielt eigene Musik mit traditionellen Instrumenten. Die Stücke komponiert Dr. Bajan, zu Ehren seiner Lieblingshits gibt es ab und zu überraschende Cover-Versionen.

Die Texte sind russisch, die Besetzung international – ein Russe, ein Ukrainer, ein italienischer Schweizer und ein Deutscher. Alle haben große Erfahrung in verschiedenen Genres der europäischen Musikkultur. Die Geige ist sehr erfahren in klassischer und Zigeunermusik, der Kontrabass kommt von der Avantgarde, mit italienischer Folkmusik unterlegt und das Schlagzeug trommelte bislang exquisiten Jazz. Zusammen ergibt das eine feurige Mischung, die sofort die Sohlen heiß werden lässt und in den Brain steigt.

Mit ihrer unglaublich intensiven Bühnenpräsenz wurden Nikolai Fomin, Anton Teslia, Davide de Bernardi und Alf Schulze Preisträger beim Musikfestival-Wettbewerb „Musica Vitale“ 2004 und gewannen den sechsten „world wide music award“ für Berlin und Brandenburg. Außerdem wurden Dr. Bajan mit dem Berliner „Creole“ Preis 2008 ausgezeichnet.

pdf_pfeil_blau Referenzen öffnen

Club
Berlin – White Trash, Haus der Sinne, Kaffee Burger, Supamolly, Mudd-Club, Tempodrom, Fete de la Musique, Kesselhaus, Haus der Kulturen der Welt, u.v.m. • Augsburg – Blaues Haus • Dresden – Kulturenbühne, Parkhotel, Neue Mensa • Bremerhaven – Pferdestall • Marseille/Frankreich • Feldkirch/Österreich – Pool Bar • Bayreuth – Glashaus • Eisenhüttenstadt – Club Marchwitza • Frankfurt/Main – Brotfabrik • Halle – Objekt 5, Stadtmuseum • Gießen – Domizil • Köln – Stadtgarten Leipzig – Kristall-Palais, Simphonie • Mannheim – Theater • Offenbach – ZAK Kulturkeller • Düsseldorf – Malkasten • Schweiz, Basel – Wagenmeister, Red Nights, Winterthur – Kraftfeld, Zug – Chollerhalle • St.Petersburg/Russland – Klub Gribojedov • Potsdam – Al Globe • Hamburg – CO2

Festival

Darmstadt – Schlossgrabenfest • Fusion Festival • Brüssel – Festival Klinkende Munt • Dessau – Bauhaus Festival • Polen/Lodz – ZARSKI DOM KULTURY/4kultury • Nürnberg – Festival „Grenzenlos“ • Kulturinsel Einsiedel FOLKLORUM • Mailand/Italien • Schweden/Stockholm – Midsummer Fest • Düsseldorf – Mask off Festival • Österreich, Wien – Akkordeon Fest, Linz – Pflasterspektakel, Villach • Belzig – Altstadtsommer Festival • Ratinger Kulturmeile • Leipzig – Moritz Bastei, Campusfestival • Bochum – Kemnade International • Siegburg – 10. Theaterfestival • Waldstock – Open Air Spektakel • Frankfurt/Main – Theaterfestival

Events, Firmen, Messen

Hannover – Messe Hannover • Bonn – MedienKulturNacht • Heidelberg – Mediationskongress • Berlin – ITB • Leipzig – Zoo • Halle – Stadtmuseum • Bonn – Kunst-und Austellungshalle • Köln – „Langen Nacht de Museen“ • Potsdam – Babelsberg

Dr. Bajan · Sovietabilly

Pressestimmen

Russendisko Soundsystem über Dr. Bajan
W. Kaminer: Dr. Bajan kenne ich so lange wie Konopke, er ist ein unbestrittener Teil der Berliner Leitkultur, ein Virtuose, der alles, was er an Musikinstrumenten, menschlichen Reserven oder Computertechnik in die Hände bekommt, sofort in russischer Rock-n-Roll verwandelt. Er lässt den alten anarchischen Geist der Leningrader Musik-Szene in Deutschland auferstehen.

Y. Gurzhy: Dr. Bajan nennt sich der Musiker, der das russische Knopfakkordeon mit der Virtuosität eines Richie Blackmores spielt. Seit einigen Jahren befindet sich die Praxis von Dr. Bajan in Berlin. Mit seiner internationalen Band ist er das ganze Jahr über auf Tournee, mit dem Auftrag, das westeuropäische Publikum von Langweile zu heilen. Seine Medizin nennt er Sowietabilly – die explosive Musik, schnell und intensiv mit Bajan, Balalaika, Kontrabass, Geige und Schlagzeug gespielt. Nun gibt es endlich die Sowietabilly-Platte, damit man auch zu Hause die Mucke von Dr. Bajan genießen kann. Es hat zwar Jahre gedauert, bis der Doktor-Perfektionist mit den Ergebnissen der unzähligen Aufnahme-sessions und Studioexperimenten glücklich war, aber jetzt ist es da – ein Album mit dem SpeedFolkProgPunk für das neue Jahrhundert.

„Dr. Bajan – das ist das Folk-Erbe Russlands und des Balkans genauso wie Klezmer, Blues und Rock ’n‘ Roll. Aus diesen über die Jahrzehnte aufgesogenen Einflüssen bastelt Fomin als Kopf der Band Speed-Folk mit einem Schuss Anarcho-Punk ein explosives Bühnengemisch, ein berauschend irrwitziges Spektakel. (…) Dr. Bajan beherrscht ohne Zweifel die hohe Kunst, sein Publikum einfach ganz buchstäblich vom Hocker zu reißen. Man folge also seinem Credo: „Alles vergeht sehr schnell, musst du heute was erleben!“ taz, 16.3.2006, Irene Hummel

„Die ungeheuer intensive Bühnenpräsenz, sein begnadetes Improvisationsvermögen und sein Charisma schlagen sofort jeden in seinen Bann. „Dr. Bajan“ spielt sein Publikum und sich selbst in Ekstase. (…) ein Highlight urbaner Weltmusik!“ Ratingen Nachrichten 01.06.05

„Der Rhythmus – die Seele der Musik. Ihm huldigten sie fanatisch; der exzellente Bassist mit breit-mimischer russischer Erhabenheit und Dr. Bajan selbst mit ekstatischem Gesang. Trinklieder? Geschichten vom einfachen Leben? Es spielte keine Rolle, wovon er sang. Ein Volksempfinden verband die Kneipenbesucher. Rhythmus und Rußland, beides konnte man schmecken. Es hätte irischer Folk sein können oder schwedische Folklore – völlig egal. Was die Band ausstrahlte, war die Liebe zur Musik. Die geradezu „fantastischen“ Vier machten eines klar: Sie spielen nicht fürs Geld oder Publikum, sondern um den Rhythmus herauszuschreien. So kräftig, daß der ausgelassene Dr. Bajan auf der Bühne bisweilen fast am Herzinfarkt vorbeischlidderte.“ Matthias Degen

„furios, witzig und dazu handwerklich tadellos (…) Wie ein Derwisch schaukelte Dr Bajan auf seinem Kneipenstuhl vor und zurück, die Finger über die Tastatur seines Instruments fliegen lassend. Über einen harten, schnellen Polka-Beat des Schlagzeugers erzeugten die Musiker aus dem Stand ein Klang- und Partyerlebnis, das sich anfühlte, wie auf einer osteuropäischen Großhochzeit vor 100 Jahren. Die international erfahrene Band spielte toll zusammen und ließ immer mal wieder die verschiedenen Musikrichtungen durchblitzen, auf die im Vorfeld hingewiesen worden war. Der Gitarrist war firm im Flamenco, was ihm beim vorgelegten Tempo sehr half. Der Mann an der Geige beeindruckte vor allem in den Passagen, in denen die Combo ihm Raum ließ, etwa für seine wahnsinnig schnellen Läufe, die er jederzeit sauber und zugleich dynamisch zu spielen wusste. In teilweise affenartiger Geschwindigkeit bearbeitete das Quintett die Instrumente, dazu sangen Bajan und sein Gitarrist russische Texte, lauter und inbrünstiger als ein Regiment angetrunkener Kosaken.“ Gießener Zeitung, 26.12.03.

„… (es) schien nichts zu geben, was sich die leicht verrückten Herren auf ihrem Crashkurs durch den Musikkosmos nicht einverleiben hätten können. (…) Die leidenschaftliche Darbietung war eine Absage an alle Puristen und Musikverwalter, die ehrfürchtig alles steril Gehaltene mit einem „Authentisch!“- Aufkleber versehen, um es dann in zum Staubfangen in die Archive entsorgen. Fernab eines geschmäcklerischen und durchgeistigten Eklektizimus wurden aus den adaptierten Stilen bei ,,Braindrain“ etwas Eigenes und eben dadurch „Authentisches“. Mit Akkordeon, Balaika, einem durchgedrehten Polkaschlagzeug und einem Baß (aus Gründen der Bequemlichkeit zumeist ein elektrischer statt der unhandlichen Baß­balalaika) und kraftvollem Gesang griffen sich die Russen aus der Musik der Welt das ihnen am besten passende heraus, coverten „Highway Star“ und „Smoke On The Water“, als handele es sich um eine seit Jahrhunderten in Russland überlieferte Hochgeschwindigkeitspolka oder streuten Reggae-Splitter ein, als hätten sie schon immer zum Vodkatrinklied gehört. Nasdrovje!“ Florian Sedmak

„So. Jetzt mal Klartext. Dr. Bajan ist zwar aus Rußland, aber wer zum Kuckuck behauptet eigentlich unaufhörlich, daß wer auf einem Bajan sprich Knopfakkordeon spielt, automatisch Folk macht? An Volksliedchen erinnert außer manchen Texten doch sowieso nichts mehr, und die versteht sowieso keiner. Doktor nennen sich schließlich nur Leute, die ihr Gewerbe gründlich studiert haben oder absolute Hochstapler sind, da kann man schon davon ausgehen, daß dahinter ein gerüttelt Maß an Genialität steckt, aber bitte, wenn schon Vergleiche dann doch eher die Hektik einer Zappaschen Komposition, oder die jaulenden Exzesse eines Robert Plant (die jüngere Generation bitte Axl Rose einsetzen). Auf ihrem wilden Crashkurs durch den Musikkosmos blieben einige Opfer auf der Strecke, eben nicht nur sowjetische Revolutionslyrik, sondern z. B. auch Jugendidole wie Deep Purple. Alles auf russisch, versteht sich, schön brav, wie es sich gehört, einmal durch den Fleischwolf gejagt. Überhaupt ist es absolut nicht gerecht, die Band auf lustige Hau-ruck Polka zu stilisieren. Es sind halt nicht alle Ohren so schnell, daß sie aus den orgiastischen Anfällen des Leadzapplers Kolia Fomin die ihm eigene höchst anspruchsvolle Komplexität heraushören. “ Christina Seiler, 22.02.97

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